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Die Performance

" Equinox - Nacht - und Tagtraum " - Mythos als bildnerischer Prozeß -

Die Künstlerin Philine-Johanna Kempf äußert sich in vielerlei Sprachen. Eine von ihnen reflektiert ihre Kenntnis indianischer Mythen und deren elementare Erfahrung im Versuch, den Ursprüngen kultureller Verhaltensmuster nachzuspüren. Ein mehrjähriger Chile-Aufenthalt führt zu einer intensiven Beschäftigung der Künstlerin mit außereuropäischen Kulturen, insbesondere den Mythen der Mapuche-Indianer und deren Machi-Heilerin, die altes Wissen in sich trägt und dieses spirituell an den Hilfesuchenden vermittelt. Das Ziel ist Befreiung durch die Tat.


Drei Figuren spielen hierbei eine Hauptrolle: "Das Symbol für die kranke Seele", "Der gute Geist", "Die Machi als Mittlerin". Philine-Johanna Kempf sucht deren Ausdruck in der Gestalthaftigkeit und ihre Vereinfachung auf einen Nenner in drei imaginären Räumen.


Die Skulpturen in Raum I sind aus Leder, Fell und Papier aufgebaut und bemalt - wie Leder eines der Hauptmaterialien darstellt, mit dem die Künstlerin arbeitet - Sie werden in Ellipsenform aufgestellt und durch Kräuter und Pflanzen abgegrenzt. Eine Metalldose auf einem Holzscheit als Ritualobjekt, deren Kraft den Übergang in die Nacht, die Welt des Schlafes und der Träume ermöglicht, symbolisiert das empfangende Kollektivbewußtsein.




Eine dreiteilige Installation aus feinen Holzstäben, Kupfersaiten, Bast und Nylon, die von handgeschöpftem Papier gehalten werden - veranschaulicht den Ort des Überganges, an dem sich Licht und Schatten mischen, der Transparenz erzeugt.


Die Bilder des Traumes entstehen als Reflexion des Wachzustandes - die Harfenistin Maria Kern vermittelt das Zusammenspiel von Gefühlen, Gedanken und Visionen, aus dem der bildnerische Prozeß und sein Ergebnis, das künstlerische Werk in Raum II entstehen. Bemalte Papierbahnen symbolisieren die Arbeit im Hintergrund an der Staffelei. Sie werden danach für alle sichtbar aufgehängt.




Indianische Mythen und ihre elementare Erfahrung haben schon in den ersten Jahrzenten des 20. Jahrhunderts die Menschen auf der Suche nach den Ursprüngen ihrer Existenz bewegt. Claude Lévi-Strauss beispielsweise berichtet, angeregt durch die ethnologisch-philosophischen Tagebücher von Michel Leiris, ausführlich über die Struktur indianischer Mythen (1), Mythos als bildnerischer Prozeß hat auch in den letzten Jahren viele Künstler inspiriert, wie Gottfried Boehm zutreffend schreibt "Mythos als Gegengift zur technischen Welt" (2). So sind die Werke Horst Antes (3) inspiriert durch die Mythen der Hopi Indianer und ihre pfahlartigen Kachima-Figuren, denen die Vermittlung zwischen Mensch und Gottheit obliegt.


Auch Joseph Beuys wählte seine Themen aus europäischen und asiatischen Mythen, ebenso wie Mario Merz oder Anselm Kiefer, die sich das Mythische durch Abstraktion erschließen im Gegensatz zu Klee, Brancusi oder Beckmann, die mythopoetischen Ausdruck durch Gestalthaftigkeit und deren Reduktion erlangen. Philine-Johanna Kempfs Rekurs auf ebenfalls körperhafte Darstellung mythischer Erfahrung in Verbindung mit einem durch die Musik reflektierten Zusammenspiel von Wach- und Traumzuständen, die Erkenntnis schaffen, mündet in die Abstraktion. Der wieder aus drei beidseitig bemalten Teilen bestehende Grenzübergang von Raum II zu Raum III zeigt unseren inneren Kampf, der sich in Befreiung durch die Tat auflösen könnte. Er wird symbolisiert durch den Sprung der Harfenistin mit der kleinen Harfe durch das Transparentpapier. "Diesmal wird der Betrachter dem Bild sichtbar folgen können; die Staffelei ist zum Betrachter gewendet - zum Austausch der Schwingungen zwischen mir und dem Zuschauer" (Kempf). Die "Kästen der Erinnerung" wiederum, beidseitig bemalte Leoporellos, bilden als inneres Archiv den offenen Abschluß der Gesamtinstallation.


Es gehört zur alltäglichen Erfahrung, daß wir für das, was wir in Ateliers, Galerien oder Museen betrachten, eine Übersetzung finden. Von Marcel Duchamps stammt der Ausspruch, der Betrachter mache das Bild. Mit dem Gesehenen und der höchst individuellen Bildersammlung, die wir in unserem Bewußtsein gespeichert haben, unserem inneren Archiv, machen wir nicht nur das Bild, sondern deuten wir uns selbst.

Marlene Angenmeyer-Deubner


(1) Michel Leiris, Phantom Afrika, Tagebuch einer Expedition von Dakar nach Djibouti 1931-1933, Bd. II Hrsg. H-J. Helnrichs, Ethnologische Schriften IV, (1984); (2) G. Lévi-Strauss, Strukturale Anthropologie I (1981), S. 43-80, S. 299, (3) Gottfried Boehm, Mythos als bildnerischer Prozeß, in: Karl Heinz Behrer, Hrsg. Mythos und Moderne (1983), S. 533-544.

Photo: Sibylle Leiter




Inzwischen habe ich etliche Mal-Klangperformances mit Musikern - Tänzern gemacht und möchte diese Seite weiterhin ausbauen. So wird es am Sonntag,den 23.7.06 in der Tanzetage in KA um 21.00 Uhr mit Gabriela Lang und mir ein weiteres Projekt zu sehen geben.
TANZ - MALEREI - WORT
PUBLIKUMS - INTERAKTIVE PERFORMANCE
LASSEN SIE SICH INSPIRIEREN UND VERFÜHREN
WIR MALEN UND TANZEN - SIE SCHREIBEN
dabei Ihre Assotiationen, Ihre Geschichten, dichten Sie Ihre Kunst zu einer gemeinsamen Dichtung: Tanz/ Malerei/ Wort
Sie schreiben und lesen vor, wenn Sie möchten, oder schauen einfach nur zu, lassen sich mitnehmen und -hören zu was andere geschrieben haben....... WORTE UND DANN?
KARLSRUHE MEDIEN&TANZETAGE KAISERPASSAGE 16
vorbestellung unter 0721-9376382
diese Vorstellung wird Wiederholungen mit Variationen haben. Wir werden diese hier bekannt geben.
NACHTRÄGLICH MÖCHTE ICH UNTER DIESER RUBRIK WEITERE PERFORMANCES ERGÄNZEN UND IN ZUKUNFT WERDEN DIE GEPLANTEN AUFTRITTE ANGEGEBEN!


AM 23.10.2006 gab es im Landesgericht Baden-Baden eine Tanz-Malperformance mit zwei Tänzerinnen aus Chile und Gabriela Lang,sowie einem Sologitarristen aus Chile und Roland Schäfer aus Bad-Bad
Es wurde mitgefilmt und kann im Dokumentalfilm EXPERIMENTALE III gesehen werden.

2007

15.3.07 Tanz-Malperformance mit Ana-Maria Munoz in der "Galeria de Arte Matthei" in Santiago de Chile

4.5.07 Malperformance im Mineralogischen Museum/Hamburg zu meiner Eröffnung

26.7.07 Mal-Klangperformance mir zwei Jungmusikern aus Bühlin der Galerie CUBUS

7.10.07 Mal-Performance mit der Sopranistin Waltraud Schwarz im Rathaus Muggenturm


2008

DIE NOCH NICHT VOLLSTÄNDIGEN ORT- UND ZEITANGABEN WERDEN JEWEILS ERGÄNZT!

In Planung sind - und ausgeführt
eine Performance im Regierungspräsidium Karlsruhe, Karl-Friedrichstr.17
am 17.4.08 um 18.00Uhr zur Eröffnung der Austellung VIA ROMA
rezetierter Eigentext zum Thema - Einbezug der Besucher,den Steinkreis aufzulösen und in
eine neue Form zubringen,als ein Symbol zusammengefügter Vergänglichkeit.Übermalung der von
einigen Ausstellern gefertigten "Steinaufnahmen",als Leporello verbunden. Ihr Wunsch nach
dem Urhebergesetz, ließ mich die Ursprungsidee verändern. Das was wir sehen und keine Gewähr
eines Bestandes, aber die Gewähr das Eigenvertrauen zu stärken durch das Handeln und ihm eine
neue Position einzuräumen.
Die Arbeiten sind bis zum 18.5.08 zubesichtigen.




am 27.4.08 eine Stimm-und Malperformance in Muggensturm
ein "Seelenkörper" wurde symbolisch für die Vergänglichkeit in den Himmel geschickt.
Dieser wurde mit meiner Rufnr. gekennzeichnet. Sollte er tatsächlich irgendwo gefunden werden,
gebe ich es bekannt!
Inzwischen haben wir November und ich schätze, wir werden es nie erfahren, wohin die Reise ging.


am 31.5.08 eine Malperformance in Wetzlar
"Atelier Ludwig Leitz" Laufendorferweg 3a
Thema: Sein und Werden


am 6.8.08 Malperformance in Abbazia di Spinieto/Italien.
Thema: Papier und Bewegung

am 3.10.08 Malperformance auf dem Dampfschiff "Hohentwiel"-Bodensee.
Thema: Mit Swing und Energie am Tag der EINHEIT

Begleitet durch eine Dixibandgruppe, die für den Ablauf eine große Inspiration war!

am 15.10.08 Malperformance zur Einzelausstellung
in der Hochschulgalerie Neubrandenburg
Thema: Gesehen und Gesehen werden



aktuelle Bilder sind hier zu sehen...
Grundsätzlich kann man eine Performance bei mir buchen. Ich kann jeden Raum "bespielen". Der Kunde entscheidet ob: mit oder ohne Lifemusik gearbeitet werden soll. Die Größe der Leinwand bestimmt auch die Zeitgröße. Von 20-30 Min.und mehr.
Firmen, die etwas Themenbezogenes wünschen, im privaten Rahmen, wie z.B. Geburtstag, Jubiläum. Ausstellungseröffnungen, die einen besonderen Auftritt ermöglichen können.


2009
In diesem Jahr habe keine Performance angeboten.... aber sie sind in Planung für 2010.
Allerdings habe ich die Erfahrung gemacht, dass auch immer etwas aus der Spontanität geboren werden kann. Sie werden dann davon auf dieser Seite erfahren!


2010

15.4.+16.4.2010
Film-und Malperformance
als eine Loslösung und Entspannung zu dem Thema
Qualitätssicherung und Qualitätsmanagement an kleineren Hochschulen
Sprache- Wirkung des Wortes und des Bildes in der Bewegung und im Stillstand:
Eine Übertragung im Künstlerischen


Im Juni wird Nancy St. Martin aus Chile in Karlsruhe und Baden-Baden Konzerte geben.
Wir möchten sie und ihr Volk unterstützen, da durch das Erdbeben in Chile unendlich viel zerstört wurde.
Ich werde sie 2X durch eine Malperformance begleiten. Das Bild soll anschließend versteigert werden.
Hier zur Person einige Informationen:
Projektbeschreibung

Mit der Präsentation der Mapuche-Sängerin Nancy San Martin wird eine Spende für das
indigene Volk der Mapuche in Süd-Chile vom Publikum eingeworben, um den Ureinwohnern
des südlichen Andenstaates insbesondere in der gegenwärtigen Situation nach dem
Erdbeben in Chile zu helfen aber auch um sie bei allgemeinen Benachteiligungen in ihrem
eigenen Land zu unterstützen.

Nancy San Martin ist Musiklehrerin, Komponistin und Interpretin lateinamerikanischer Musik.
Darüber hinaus hat sie als zugehörige des Volkes der Mapuche (http://de.wikipedia.org/wiki/Mapuche)
die indigene Musik studiert und eigene neue Werke kompiniert.

Nancy wurde in diesem Jahr für die "Lange Nacht der Museen" aus Chile an die Universität Hamburg eingeladen,
um ihre einzugartige Musik einer grossen Hörerzahl vorzustellen. Nancy möchte zum einen ihre Kunst vorstellen
und zum anderen die Kultur ihres Volkes erläutern, ein Volk, das seit Generationen unter schwierigen
Bedingungen lebt und Benachteiligungen ausgesetzt ist bei der Ausübung seiner Traditionen, seiner Kultur,
seiner Kunst und seiner Rechte.

Nancy ist eine ganz besondere Stimme ihres Volkes, für das sie unermüdlich eintritt.

Geplante Konzerte :

GENAUE ZEITANGABEN WERDEN NOCH ANGEFÜGT!

24.6.
Tanzetagé Gabriela Lang Karlsruhe
Film und Gesang... ich werde einige Stücke meiner Mapuchesammlung zeigen-Berührung im Herzen und durch die Hand
20.00 Uhr Beginn Kaiserpassage 16 an der Rolltreppe oben


25.6.
Konzert und Malperformance inkl. chil. Gastronomie im Hemingwaylounge in Karlsruhe
Einlass um 19.00 Uhr- Beginn 20.00 Uhr
Uhlandstr. 26
Das entstandene Bild wird versteigert, zu Gunsten der Erdbebenopfer

27.6.
Konzert und Malperformance
in der Spitalkirche in Baden-Baden um 17.00uhr- Einlass 16.30uhr
Das entstandene Bild wird versteigert, zu Gunsten der Erdbebenopfer

28/29.6. werden wir am HOBA-Gymnasium Baden-Baden den Schülern das Land und die Musik näher bringen.
In der Planung- Schüler erlernen in der Mapuschesprache ein Lied- verstehen durch Handeln!


2011


Ich möchte hier die Möglichkeit geben über youtube in Zusammenarbeit mit Gabriela Lang Ausschnitte unserer Arbeit zu zeigen.
Thema: danced painting
Lichträume. Vom Reiz der Vergänglichkeit
Experimental

unter www. youtube.com/gabillio